• eingetragen am: 20.03.2017 um 10:39 Uhr, Alter: 124 Tag(e)
  • Kategorie: Landespolitik
  • „Sehen mit geschlossenen Augen“ - Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff: Ausstellung in der Moritzburg ist Werbung für Sachsen-Anhalt


    Alexej von Jawlensky: Heilandsgesicht: Ruhendes Licht, 1921, Öl auf leinen-strukturiertem Malpapier auf Karton, 36 × 27 cm, Museum Wiesbaden, Foto: Museum Wiesbaden

    Georges Rouault:Le Saint Suaire (Schweißtuch), 1939 / 45, Öl , Tusche und Gouache auf Papier, 43,4 × 32 cm, Centre Pompidou, Paris, Musée national d’art moderne / Centre de création industrielle / Schenkung Mme. Rouault und ihre Kinder, 1963, Foto: bpk / RMN – Grand Palais / Philippe Migeat, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

    „Einmal mehr zeigt sich die Moritzburg als Ort international wirksamer und exklusiver Ausstellungen. Die Burg der Moderne ist ein historisch-kultureller Anziehungspunkt und bedeutender Ort für die Kunst der Avantgarden.“ Das sagte Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff gestern in Halle zur Ausstellungseröffnung  „Alexej von Jawlensky/Georges Rouault: Sehen mit geschlossenen Augen“. Die Ausstellung ist noch bis zum 25. Juni 2017 in der Moritzburg zu sehen. 

    In seinem Grußwort hob Haseloff die große Bedeutung der Retrospektive hervor.  „Weltweit erstmals werden beide Künstler in einer Zusammenschau gezeigt. Das ist beste Werbung für Sachsen-Anhalt als Land der Moderne.“

    Haseloff erinnerte auch an die Rezeption Rouaults in Halle nach dem II. Weltkrieg und den 1950er Jahren. „Georges Rouault war in Halle lange vor seiner Wiederentdeckung kein Unbekannter. Werke von ihm fanden sich sowohl in der Moritzburg als auch in der Galerie von Eduard Henning. Von diesen Präsentationen gingen starke Impulse auf die Kunstszene in Mitteldeutschland aus.“

    Hintergrund

    Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Botschafters der Französischen Republik in der Bundesrepublik Deutschland, S. E. Philippe Etienne, und findet mit Unterstützung des Centre Georges Pompidou, Musée National d’Art Moderne, Paris, sowie unter Mitwirkung der Fondation Georges Rouault, Paris, und der Alexej von Jawlensky Archivio S. A., Locarno, statt. Weltweit zum ersten Mal werden in einer gemeinsamen Ausstellung die Œuvres zweier bedeutender Expressionisten präsentiert: des in Deutschland und der Schweiz wirkenden gebürtigen Russen Alexej von Jawlensky (1864–1941) und des Franzosen Georges Rouault (1871–1958). Parallel zur Ausstellung zeigt der Kunstverein “Talstrasse“ in seiner Kunsthalle unter dem Titel „Georges Rouault. Die Realität des Lebens“ einen repräsentativen Überblick über das druckgrafische Schaffen des Künstlers