• eingetragen am: 13.04.2017 um 11:11 Uhr, Alter: 12 Tag(e)
  • Kategorie: Landespolitik
  • "Die combinierte Akademie" - Sehens- und Wissenswertes zur 200jährigen Vereinigung der Universität Halle-Wittenberg


    Bernhard Bönisch bei der feierstunde vor der Ausstellungseröffnung "Die combinierte Akademie"

    Blick in die prachtvolle Aula mit z.T. lädiertem Fußboden

    Präsidentin Gabriele Brakebusch überbrachte Grüße aus dem landtag von Sachsen-Anhalt

    Viele zog es in die aufwändig renovierte Aula der Martin-Liuther Universität Halle-Wittenberg, um mit einer Feierstunde die Ausstellung "Die combinierte Akademie" anläßlich der 200 jährigen Vereinigung der Universität zu begehen. Die Geschichte der Universität ist älter und die Ausstellung reicht auch bis in die Gegenwart. Voller Stolz und Freude begrüßte Rektor Prof. Dr. Udo Sträter alle Anwesenden, insbesondere von Politik und Wissenschaft. Er verwies darauf, bereits an drei Universitätsjubiläen teilgenommen zu haben: der 300-Jahr-Feier 1994 in Halle, der 500-Jahr-Feier 2002 in Wittenberg und der jetzigen 200-Jahr-Vereinigungfeier - macht zusammen einen "persönliche 1000er", so verschmitzt der oberste Universitäts-Repräsentant.

    Sachsen-Anhalts Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch tauchte kurz in den historischen Verlauf ein und würdigte die Leistungen der Universität und ihrer Persönlichkeiten. Dennoch kam sie nicht umhin festzustellen, dass die Aula ein stilvoll renovierter Prachtsaal sei, der aber noch dringend einen neuen Fußboden brauche.

    Der Festakt fand eine klassische musikalische Umrahmung. Zu dem Ensemble gehörten u.a. drei Künstler aus Wittenberg.

    "Am 12. April 1817 erging der Erlass zur Vereinigung der Universitäten vom preußischen König Friedrich Wilhelm III.“, sagt Dr. Michael Ruprecht, Leiter der Kustodie und des Archives der Universität. Deshalb wurde auch dieses Datum der Unterzeichnung des Regulativs durch den König für die Vernissage gewählt.  In seiner Rückschau verwies Dr. Ruprecht auf die wechselvolle Geschichte der Universität, insbesondere zur Zeit der Napoleonischen Besetzung. Der Abriß belegte eindrucksvoll das Ringen um beide Standorte Halle und Wittenberg und die überwundenen Schwierigkeiten, die Weitsicht verlangten und vom Wohlwollen des Königs abhingen.

    Für die Ausstellung wurden viele landesweit verstreute Dokumente, Beweisstücke und Geschenke zusammengetragen. "22 Leihgeber von Berlin über Leipzig, Dresden, Erfurt bis zur Saalestadt selbst mit dem Stadtarchiv, dem Stadtmuseum, verschiedenen Universitätseinrichtungen u.a. haben für diese exclusive Exposition Ausstellungsstücke zur Verfügung gestellt", so der Kustos. 

    Die größte und älteste Hochschule Sachsen-Anhalts entstand 1817 aus dem Zusammenschluss der 1502 gegründeten Universität Wittenberg und der 1694 gegründeten Friedrichs-Universität Halle.

    Die Ausstellung ist im Universitätsmuseum, am Universitätsplatz 11 bis zum 9. Juli 2017 zu sehen. Sie ist dienstags bis freitags von 11 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr geöffnet sowie an Sonntagen von 14 bis 18 Uhr (feiertags nicht).

    Am 21. Juni 2017 jährt sich taggenau die 200jährige Vereinigung der beiden Universitäten Halle und Wittenberg. Anlaß genug, gleich eine ganze Festwoche vom 18. bis 23. Juni 2017 zu gestalten.

    Mehr dazu auch unter http://magazin.uni-halle.de/20504/die-combinierte-akademie/