• eingetragen am: 22.06.2017 um 14:03 Uhr, Alter: 1 Jahr(e)
  • Kategorie: Lokalpolitik
  • "Tag der Apotheken und Selbsthilfe" in Halle: Informationen, Tests sowie Rat und Hilfe für Betroffene, Angehörige und Interessierte


    Motto des tages auf dem Apothekenzelt

    Maik Voigt von der Selbsthilfekontaktstelle Halle-Saalekreis beim Rundgang mit Halles Sozialbeigeordnetre und Schirmherrin Katharina Brederlow

    Sehtest und Hinweise bei Sehstörungen gab es an diesem Automobil

    Vielen Angebote im Apotheken-Zelt

    Krebsgesellschafter Swen Weise (stehend) informiert sich

    Maik Voigt im Gespräch mit einem Rollstuhlfahrer

    Suchterkrankungen (hier Medikamente und Alkohol sowie Spielsucht) sind ein gesellschaftliches Problem

    Informationen zu multipler Sklerose

    "Wir freuen uns, dass sich trotz der hohen Temperaturen wieder zahlreiche Betroffene und Angehörige sowie Helfer zum Tag der Apotheken und Selbsthilfe 2017 hier auf dem Markt in Halle eingefunden haben und über ihre Anliegen informieren", so Meik Voigt, Geschäftsführerin der Selbsthilfekonstaktstelle Halle-Merseburg zu Beginn des Rundgangs mit Vertretern von Verwaltung, Politik und Gesundheitsbereichen. Halles Sozial-Beigeordnete Katharina Brederlow informierte sich über Ziele, Anliegen und Nöte der Betroffenen.

    Ganz klar stand das Apotheken-Zelt im Blickpunkt. Dabei gab es neben Messungen von Blutdruck, Blutzucker oder Körperfett u.a. Tests auch viele Informationen wie z.B. über zu viel Zucker in den Lebensmitteln sowie Heilkräuter und deren Anwendung.

    An den Ständen informierten Schnarcher, Stotterer, Blinde, Gehörlose sowie Krebspatienten und Geheilte, psychisch Kranke und deren Angehörige und Freunde über Einschränkungen durch ihre Krankheit und Wege, damit umzugehen.

    Auch Veganer nutzen die Möglichkeit zur Information über fleisch- und tiereiweißlose Kost und appellierten unter dem Motto "Der Mensch ist, was er isst" an alle Bürgerinnen und Bürger zu Fleischverzicht.

    Bei "punkt Auge" gab es einen Sehtest im eigenen Automobil und außerdem Hilfen bei Sehverlust.

    "Die Selbsthilfe ist nicht mehr wegzudenken aus dem Leben in unserer Stadt. Über 200 Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeverbände haben ihren Platz in Halle gefunden. Es kommen ständig neue Gruppen hinzu. In diesem Jahr erfahren wir z.B. etwas über 'seltene Erkrankungen', die durch den "Achse e.V:" eine digitale Plattform gefunden haben", so Voigt und weiter: "Ich freue mich auch, dass Vereine wie 'Stadtinsel', bei dem es um Angebote für psychisch Kranke geht und dessen Mitglieder hier auch über 'Demenz im Alter' informieren oder der 'Lebenstraum' von Eltern bzw. Angehörigen von psychisch oder mehrfach behinderten Kindern uns seit vielen Jahren am Selbsthilfe-Tag begleiten".

    Auch Swen Weise, Geschäftsführer der Sachsen-Anhaltinischen Krebsgesellschaft ist froh über die hier geführten Gespräche, die sich nicht allein auf eine Krebserkrankung beschränken. Die verschiedenen Ansprechpartner bieten Rat und Hilfe für mögliche Ernährungsumstellung, gesellschaftliche Aktivität bzw. Kontakte für Betroffenen und Angehörige.