• eingetragen am: 09.11.2017 um 12:03 Uhr, Alter: 12 Tag(e)
  • Kategorie: Landespolitik
  • Kohleausstieg: Ministerpräsident Haseloff fordert Ausstiegsfonds mit Beteiligung von Unternehmen


    Zu den Forderungen deutscher Unternehmen nach einem zügigen Kohleausstieg erklärt Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff: „Dass führende deutsche Unternehmen sich beim Kohleausstieg engagieren wollen, begrüße ich. Wichtig ist jedoch, dies nicht nur in Worten, sondern auch in Taten zu tun, denn vom Kohleausstieg sind tausende Arbeitsplätze und ganze Regionen betroffen. Ich schlage daher einen nationalen Ausstiegsfonds zur Gestaltung des Strukturwandels in den Kohleregionen vor, an dem sich auch die deutsche Wirtschaft verlässlich beteiligt. Es wäre ein gutes Signal, wenn die Unternehmen, die sich im Rahmen der Initiative 2° für den beschleunigten Kohleausstieg ausgesprochen haben, dabei mit gutem Beispiel vorangingen.

     Wir dürfen jedoch auch nicht vergessen: Im Jahr 2016 stammten über 40% des erzeugten Stroms in Deutschland aus Kohle. Sie trägt mit ihrer Grundlastfähigkeit ganz entscheidend zur Versorgungssicherheit bei. Diese dürfen wir nicht in Frage stellen. Der Kohleausstieg muss daher mit Augenmaß und nicht im Schweinsgalopp erfolgen, damit auch bei Aldi oder Siemens nicht die Lichter ausgehen. Zudem müssen wir für die Menschen in den Kohleregionen Perspektiven schaffen. Wir müssen und werden hier den Strukturwandel vorantreiben. Das geht nicht von heute auf morgen und erfordert Investitionen, damit nicht Tausende in die Arbeitslosigkeit entlassen werden müssen. “

    Quelle: Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 680/2017