• eingetragen am: 30.11.2017 um 10:41 Uhr, Alter: 11 Tag(e)
  • Kategorie: Landespolitik
  • Sachsen-Anhalt beschließt die Einrichtung einer zentralen Fördermitteldatenbank


    Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat auf Initiative des Ministeriums der Finanzen  die Einrichtung einer zentralen Fördermitteldatenbank beschlossen. Die zentrale Fördermitteldatenbank soll Doppelförderungen vermeiden sowie für ein verbessertes Fördermittelcontrolling zur Verfügung stehen. Damit wurde eine langjährige Diskussion zu einem konkreten Ergebnis geführt, erklärte Finanzminister André Schröder.

    Bislang gibt es im Land keine gesammelten Daten, welche die Förderungen auf Projektebene abbilden und den Behörden übergreifend zur Verfügung stehen. Mit der zentralen Fördermitteldatenbank können die Förderbehörden selbst prüfen, ob der Antragsteller für dieses oder ähnliche Projekte von anderen Landesbehörden bereits Fördermittel erhalten hat. Doppelförderung von Vorhaben durch verschiedene Förderbehörden des Landes können so wesentlich eingeschränkt werden. Damit verringert die zentrale Fördermitteldatenbank weiter den Missbrauch von Fördergeldern.

    Darüber hinaus wird die zentrale Fördermitteldatenbank auch Daten für ein verbessertes Controlling für den Einsatz von Fördermitteln bereitstellen; auf diese Weise wird der effektive und effiziente Einsatz von Steuergeldern unterstützt. Im Finanzministerium wird dazu die übergeordnete Fördermittelsteuerung in einer Leitstelle gebündelt und mit der Aufgabe für die IT-Koordination des Landes verknüpft.

    Insgesamt werden 373 Förderprogramme in der Fördermitteldatenbank er-fasst, über die in den Jahren 2014 bis 2020 ungefähr 7 Milliarden Euro investiert werden. Die entsprechenden Förderprogramme werden über alle Ressorts verteilt abgearbeitet, die Bewilligungen erfolgen dabei größtenteils in den nachgeordneten Bereichen (Landesverwaltungsamt, Ämter für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten u.a.), in der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, aber auch in den Ministerien selbst.

     Quelle: Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 718/2017