• eingetragen am: 10.10.2018 um 09:24 Uhr, Alter: 9 Tag(e)
  • Kategorie: Landespolitik
  • Pilotprojekt zur Vermeidung von Wildunfällen gestartet


    Gestern wurde in Sachsen-Anhalt ein einzigartiges Pilotprojekt zur Prävention vor Wildunfällen gestartet. „Mit dieser bundesweit bisher einmaligen technischen Lösung wollen wir die Zahl der Wildunfälle auf unseren Straßen künftig reduzieren“, erklärte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel bei der Installation der ersten Warngeräte an der Teststrecke entlang der Bundesstraße (B) 184 zwischen Jütrichau und Tornau (Landkreis Anhalt-Bitterfeld). Gemeinsam mit dem ADAC, der Polizei und Jägerschaft sowie Straßenverkehrs- und Jagdbehörden sei es gelungen, das anspruchsvolle Projekt auf den Weg zu bringen, erklärte Webel und dankte allen Beteiligten für ihre Mitwirkung.

    „Mit neuen Schutzmaßnahmen die Wildunfallzahlen reduzieren und zugleich die Autofahrer für die Gefahren des Wildwechsels sensibilisieren – das ist für uns das Ziel des gemeinsamen Projektes“, erklärte Christine Rettig, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit und Clubdienste im ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, der sich mit 5.000 Euro am Projekt beteiligt. Besonders interessant sei dabei die Begleitung, die konkrete Aussagen über die Wirksamkeit liefere. „Unabhängig davon sind eine angepasste Geschwindigkeit und vorausschauendes Fahren noch immer der größte Schutz vor Wildunfällen“, betonte Rettig.

    „Das Besondere an unseren Geräten ist, dass sie sowohl am Tage als auch nachts herannahende Fahrzeuge erfassen können“, erläuterte Minister Webel die Funktionsweise des neuen Systems. Ausgelöst durch Scheinwerferlicht und Fahrgeräusche würden sowohl optische als auch akustische Warnsignale aktiviert. „Das gibt es in dieser Kombination deutschlandweit bisher noch nicht“, betonte Webel.

    Bis spätestens Ende November sollen drei weitere Strecken im Land mit diesem System ausgestattet werden:

    ·      Landesstraße (L) 8 im Altmarkkreis Salzwedel, zwischen der Landesgrenze zu Niedersachen und Diesdorf (rd. 4,2 km),

    ·     B 107 im Landkreis Stendal, zwischen Neuermark und Lübars (rd. 2,7 km),

    ·      B 245a im Landkreis Börde, zwischen Barneberg und Hohnsleben (rd. 2,3 km)

    Die Kosten dafür betragen rund 60.000 Euro. Wartung und Pflege sowie Überwachung der sensiblen Technik obliegen künftig den Straßenmeistereien und der Jägerschaft im Rahmen regelmäßiger Begehungen.

    Quelle: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr - Pressemitteilung Nr.: 121/2018