• eingetragen am: 25.11.2019 um 16:39 Uhr, Alter: 12 Tag(e)
  • Kategorie: Landespolitik
  • Haseloff überreichte Landesverdienstorden


    Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff hat heute in der Magdeburger Staatskanzlei Verdienstorden des Landes Sachsen-Anhalt an drei Bürgerinnen überreicht. Geehrt wurden Dr. Gerlinde Kuppe, Krimhild Niestädt und Frauke Weiß.

    Dr. Gerlinde Kuppe wurde 1945 in Görlitz geboren und ist Biochemikerin. Sie war zwei Mal (1994-2002 und 2006-2009) Sozialministerin von Sachsen-Anhalt. Sie wurde für ihre außerordentlichen Verdienste um den Aufbau demokratischer Strukturen in Sachsen-Anhalt und ihr ehrenamtliches Engagement geehrt. Als Sozialministerin hatte sie entscheidenden Anteil am Umbau des Arbeitsmarktes sowie der Neustrukturierung der Jugendhilfe und des Gesundheitssektors. „Neben Ihren beruflichen Verpflichtungen haben Sie sich in hohem Maße ehrenamtlich für das Gemeinwohl engagiert und tun dies bis heute“, richtete sich Haseloff an Kuppe. Seit der Wiedergründung der Arbeiterwohlfahrt in Sachsen-Anhalt wirkt die Geehrte dort in vielfältiger Weise auf Orts-, Kreis- und Landesebene mit. Von 2004 bis 2006 war sie Landesvorsitzende. Neben der Unterstützung von Projekten der AWO hat sie sich unter anderem für die Integration von Flüchtlingskindern engagiert. Kuppe wurde 2008 als „politische Akteurin der ersten Stunde“ mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

    Krimhild Niestädt wurde 1950 in Naumburg geboren und ist Betriebswirtin. Sie wurde für außergewöhnliches Engagement im sozialen und gesellschaftspolitischen Bereich geehrt. Die langjährige Landtagsabgeordnete (1999-2016) war von 2002 bis 2011 Mitglied des Ältestenrates. 2011 wurde sie Landesvorsitzende des Arbeiter-Samariter-Bundes und ist seit mehreren Jahren auch Mitglied im Bundesvorstand des Vereins. Sie war Gründungsmitglied der Lebensmittelbank Sachsen-Anhalt. In großartiger Weise hat sie sich als Gründungsmitglied des „Fördervereins der Caritas- und Förderstätte Julius von Pflug Schelkau“ für den Aufbau dieser Wohn- und Behindertenstätte eingesetzt. Darüber hinaus hat sie sich in und für die Naumburger Tafel sowie für die Förderung der Familienbildungsstätte Naumburg engagiert. Auf ihre Initiative wurde 2006 das „Naumburger Bündnis für Demokratie“ gegründet. „Damit ist es Ihnen gelungen, zivilgesellschaftliche Kräfte zu bündeln und Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt entgegenzuwirken. Das ist heute wichtiger denn je“, lobte Haseloff Niestädt.

    Frauke Weiß wurde 1946 in Laage geboren und ist Ingenieurin. Sie wurde für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement in Halberstadt und im Harzkreis sowie ihren Einsatz für das Land Sachsen-Anhalt geehrt. Seit 1990 ist sie Mitglied des Halberstädter Stadtrates und gehört dem Finanz- und dem Hauptausschuss an. Seit 2007 ist sie Mitglied des Kreistages und gehört wichtigen Gremien wie dem Jugendhilfeausschuss an. Außerdem setzt sie sich maßgeblich für den Erhalt und die Entwicklung des Nordharzer Städtebundtheaters und des Gleimhauses in Halberstadt ein. Sie hatte maßgeblichen Anteil an der Rettung der Altstadt und am Wiederaufbau des Stadtzentrums. Ebenso unterstützte sie die Wärmestuben der Caritas in Halberstadt, die Bahnhofsmission und Heimstätten für benachteiligte Menschen. Als Landtagsabgeordnete (1998-2016) trug sie maßgeblich dazu bei, dass im Harzkreis zahlreiche Projekte im Rahmen der europäischen Leader-Förderung für den ländlichen Raum umgesetzt werden konnten. Sie setzte sich auch erfolgreich dafür ein, dass Projekte mit Landesmitteln unterstützt wurden. „Ihre positive Grundeinstellung paart sich mit Ihrer Eigenschaft als Kämpferin für die Sache. Das wird Ihnen mit einer hohen Wertschätzung und Vertrauen gedankt“, sagte Haseloff an Weiß gerichtet.

    Hintergrund:

    Mit dem 2006 gestifteten Verdienstorden des Landes Sachsen-Anhalt sollen herausragende Verdienste von Bürgerinnen und Bürgern um das Land und seine Bevölkerung angemessen gewürdigt werden. Bei den Verdiensten muss es sich um außergewöhnliche Leistungen über einen längeren Zeitraum oder eine ganz außergewöhnliche Einzelleistung für das Land und die Allgemeinheit handeln. Er ist die höchste Auszeichnung, die das Land Sachsen-Anhalt zu vergeben hat. Die Zahl der lebenden Träger ist auf 300 beschränkt. Verliehen wurde der Orden einschließlich der heute Geehrten bisher 47 Mal.

    Quelle: Pressemitteilung Nr. 618/2019 der Staatskanzlei und des Ministeriums für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt

    Magdeburg, 25. November 2019

    Photo: Pixabay