• eingetragen am: 30.04.2019 um 16:16 Uhr, Alter: 110 Tag(e)
  • Kategorie: Landespolitik
  • Umgang mit dem Wolf realitätsnah diskutieren


    In der MDR-Sendung „Fakt ist!“ mit dem Titel „Abschuss oder Schutz – wenn der Wolf zum Nachbarn wird“ wurde gestern Abend über den Wolf diskutiert. Für die CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt nahm der Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses, Bernhard Daldrup, teil. Mit Blick auf die Debatte zum Wolf untermauert er die Forderungen der CDU-Landtagsfraktion:

    „Dass die Debatte um den Wolf richtig und wichtig ist, zeigt auch die vom MDR initiierte Umfrage, bei der nach aktuellem Stand rund 25.500 Stimmen abgegeben worden. Mit 79 Prozent ist das Ergebnis klar, der Wolf soll bejagt werden. Auch die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung über das Umfrageinstitut dimap im Auftrag der CDU-Fraktion sind ähnlich. Bei der Wiederkehr der Wölfe teilen über 80 Prozent der Befragten die Forderungen der CDU-Landtagsfraktion nach mehr Transparenz, einer Überprüfung des Schutzstatus des Wolfes sowie nach Kontrolle und Steuerung des Prozesses. Mehr als zwei Drittel der Befragten sprachen sich für wolfsfreie Gebiete aus.

    Experten haben sich am Wochenende auf einem Internationalen Wolfsymposium in Halberstadt zum Wolf ausgetauscht. So könne Deutschland sich beim Umgang mit dem Wolf aus Sicht der Jagdforscher stärker an anderen europäischen Ländern orientieren. Grundsätzlich sprachen sich die Experten für eine Regulierung der Wolfsbestände aus. Leider hat die Leitungsebene des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie die wissenschaftlich fundierten Vorträge nicht anhören können, da sie nicht auf der Konferenz vertreten war.

    Der Umgang mit dem Wolf muss endlich auf allen Ebenen realitätsnah diskutiert werden und eine sozio-ökonomische Abschätzung erfahren. Die CDU-Landtagsfraktion wird den Kurs einer versachlichten Information der Bevölkerung fortführen und den Druck auf verantwortliche Entscheider erhöhen, um ein verantwortbares modernes Wolfsmanagement zu erreichen.“

    Quelle: CDU-Pressemitteilung 70/2019, Magdeburg, 30. April 2019